Bye Bye…
27. April, 2009 at 17:38 | In neu | Leave a CommentTags: FC-Bayern, Klinsi, Privat, Verrückt
Klinsi…
Es ist soweit. Natürlich war es abzusehen, aber mit welch herzloser Kälte und Schnelligkeit der Ulli mit dem roten Kopf, der Kaiser und der Kalle den grinsenden Strahlemann aus dem sonnigen Florida dann abserviert haben, war schon hart mitanzusehen.
Sicher, die Mannschaft spielte in der letzten Zeit furchtbaren Mist zusammen und sah, gerade gegen die Topgegner wie Barcelona, einfach nur noch furchtbar aus, aber lag das wirklich an Jürgen, dem Revoluzzer von der Säbener Straße?
„Jeden Tag jeden Spieler ein Stück besser machen“. Das war seine selbstauferlegte Philosophie, die so oft missverstanden und missdeutet wurde und ihm schließlich zum Verhängnis wurde. Unser Grinseklinsi, der alte WM-Held, musste sich in den letzten 300 Tagen wahrlich allerhand Spott anhören, gerade auch wegen dieses Vorsatzes.
Doch ist es nicht vielmehr das Ziel eines jeden Menschen jeden Tag ein Stückchen besser zu werden, egal was er tut? Waren es nicht vielmehr die gelangweilten Spieler a la „ich bin dann Mal weg“-Poldi oder „ich will eigentlich weg“-Ribery, die den mangelnden Willen zum Erfolg aufbrachten? Und war es, im Nachhinein betrachtet, wirklich hilfreich von Seiten des allwissenden Supervorstandes der Bayern dem Klinsi so gar keine Transfers zuzugestehen?
Da entpuppte sich plötzlich der vor der Saison noch als Nationalmannschaftskandidat hochumjubelte Rensing als Fliegenfänger und auch das undurchdringliche Abwehrbollwerk des FC verkam im Laufe der Zeit immer mehr zum Kasperle-Theater. Ganz zu Schweigen vom Dreigestirn der Superstürmer, die plötzlich der Reihe nach umkippten und ausgerechnet den so offensiv auftrumpfenden FCB zum Sturmstummel machten. Vorbei war es also recht schnell mit „jeden Tag ein Stück besser“.
Im Gegenteil, man wäre wohl froh gewesen, hätten die Jungs wenigstens zu ihrer Grundform zurückgefunden, doch auch das gelang dem Jürgen nicht mehr, obwohl er schnell zum bewährten Hitzfeld-System zurückruderte.
Letztlich waren aber wohl die Lustlosigkeit zur Veränderung aller Beteiligten in Vorstand und Mannschaft und die offene Unzufriedenheit mit dem neuen Trainer die Hauptargumente. Man wollte einfach keinen Klinsi bei den Bayern, der so Vieles so schnell, so anders machen wollte.
Schließlich ist das ja auch wirklich affig mit dem acht Stunden Tag und dem Umhergerenne am Bindfaden, sind ja schließlich keine Hampelmänner. Und one touch-Fußball, den spielen eh nur die Anderen, zum Beispiel die bösen und leider Gottes erfolgreichen Engländer, aber die haben ja auch viel mehr Geld und sind nur deshalb besser.
Nein, es durfte einfach nichts werden, denn die Bayern sind perfekt, immer im Recht und neben der katholischen Kirche die letzte große konservative Kraft in Europa.
Da wundert es auch nicht wirklich das es jetzt ausgerechnet der alte Hase Heynckes richten soll bei den Bayern. Na, wenn das nicht mal back to the roots ist. Der war schließlich schon mal da, Anfang der 90er.
Und damals war an solche Späße wie Pools, Buddhas und „chillout-areas“ überhaupt noch nicht zu denken. Da herrschte sozusagen noch Zucht und Ordnung. Nur warum man, gerade auch vor diesem Hintergrund, den damals erfolgreichen und vielleicht baldigen deutschen Meister, der heutzutage von seinen Freunden auch gern „Quälix“ genannt wird, förmlich verjagt hat, wird wohl jetzt selbst dem Trio-infernale, dem Franz, dem Ulli und dem Karl-Heinz ein Rätsel sein.
Maik
Noch keine Kommentare »
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI
Kommentieren
Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.